Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Freie&Weniger freie Rollenspiele
Autor: Equinos Datum/Zeit: Donnerstag 23 April 2009, 17:55
Saluté

Ähm, ich wollt' mal fragen was ihr über freie und weniger freie Rollenspiele denkt. Als wir endlich die erste DSA-Runde heute angefangen haben, ist mir irgendwie aufgefallen, dass es im  Gegensatz zu Earthdawn&AD&D viel mehr Einschränkungen gegenüber dem Spieler gibt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich das erste mal spiele, und nicht leite.

Aber eins ist klar; in Earthdawn oder AD&D gibt es keine Gier, keinen Mut und auch keinen Geiz in Werten. Da ist es so, dass der Spieler eigentlich diese Fäden in der Hand hat, und das finde ich auch viel besser. Und in DSA ist man irgendwie viel eingeschränkter.

Was meint ihr dazu? Welche Rollenspiele sind so ähnlich wie DSA, welche eher freizügig? Welche geben dem Spieler größere Möglichkeiten ,sich zu entfalten, welche Spiele ziehen den Gürtel strammer?

Einfach so in die Runde 
Autor: Sushy Datum/Zeit: Donnerstag 23 April 2009, 18:22
Ist das nicht eher ein Thema für einen allgemeineren Thread? Also eine Earthdawn bezogene Frage ist das sicherlich nicht.
Autor: Rutar Datum/Zeit: Donnerstag 23 April 2009, 18:37
Ich gehe mit Sushy konform, dass der Thread nicht hier reingehört.

ABER nur als kurze Antwort: Das was du mit frei/weniger Frei verbindest, hat meiner Meinung nach primär nichts mit dem jeweiligen System zu tun, sondern mit dem Spielstil der Gruppe und dabei besonders mit dem Leitstil des Spielleiters. Man kann auch in Earthdawn stark einschränken, man vergibt einfach wenig Legendenpunkte, nur als Beispiel.
Autor: Equinos Datum/Zeit: Donnerstag 23 April 2009, 20:39
Nein, ich glaube, ihr kapiert nicht ganz recht

Auch wenn ich nichts von DSA verstehe, MUT und GEIZ ist dort in Werten vorhanden, man muss also würfeln ob der Charakter z.B. mutig genug ist für etwas.

Und das finde ich eigentlich ziemlich daneben, da ich das eigentlich für's Rollenspiel machen würde.

UND JETZT wollte ich euch fragen, welche Rollenspiele denn mehr Wert auf Rollenspiel legen, und welche weniger? Ist das so schwer zu kapieren?
Autor: Sushy Datum/Zeit: Donnerstag 23 April 2009, 23:32
Ich fand den Rollenspielanteil beim AD&D immer recht gering. War eher ein rein in den Dungeon , Monster töten, Looten, Raus aus dem Dungeon. Zumindest so wie ich es kennen gelernt hab. DSA fand ich da besser. Bei uns waren diese Würfe auf z.B. Mut immer so nen Glücksritter Zufalls Prinzip. Fand ich teilweise ganz gut, weil es Situation hervor rief die es sonst nicht gegeben hätte. Ein Zwerg mit Goldgier hätte vielleicht aus Spielerwissen oder Vernunft nicht so reagiert (was natürlich kein gutes Rollenspiel wäre), mit dem Würfel aber schon anders.

In ED lass ich ab und an je nach Situation auch das Schicksal mit einem Würfel entscheiden...
Autor: Equinos Datum/Zeit: Samstag 25 April 2009, 09:19

Das mit den Verliesen und Schätzen finde ich stink langweilig. Das habe ich mit meiner Gruppe in AD&D noch nie gemacht. Aber ich finde irgendwie das Kampfsystem bei AD&D sehr leicht und ansprechend und da die Kämpfe immer recht kurz sind, und dem Spieler und Spielleiter viel Freiheiten zum Interpretieren des Wurferfolgs bleiben, ist das glaube ich besser als in DSA und Earthdawn. Obwohl ich das Earthdawnsystem auch sehr gut finde.

Ich bin gerade im Begriff, mir das Vergessene Reiche AD&D Kampagnen-Set zuzulegen, halt über Ebay, ich hoffe, dass ich dann das Rollenspiel in AD&D ein bisschen pflegen kann
Autor: Arkam2 Datum/Zeit: Montag 27 April 2009, 10:01
Hallo zusammen,

also nur das für etwas Werte vorhanden sind heißt nicht das man jetzt bei jeder Aktion darauf würfeln muß.

Der Mut bei DSA etwa entsprach in der 1. Edition der Initiative anderer Systeme.
Später wurde er dann auch in die Fertigkeitswürfe mit einbezogen.
Später waren Würfe gegen Mut bei Kämpfen gegen Untote und Dämonen üblich. Auch da haben verschiedene systeme verschiedene Lösungen gefunden.

Bis in die 3. DSA Edition hinein gab es keinen Geiz sondern Goldgier als negative Eigenschaft. Hier waren optional Möglichkeiten für Proben gegen die negativen Eigenschaften angegeben. Man konnte aber auch eine negative Eigenschaft gegen ein positives Attribut im Verhältniss 2:1 tauschen.
In der 4.1 DSA Edition gibt es jetzt ein Vor- und Nachteilsystem das allerdings bei einem entsprechenden Nachteil auch klare regeltechnische Vorgaben macht.

Man muß bei keinem system auf irgendetwas würfeln. Wie die Runde das persönliche Verhältniss zwischen das wird ausgespielt und das wird regeltechnisch geklärt bestimmt ist stark von den Spielern und meiner Ansicht nach auch von der Erfahrung mit dem Rollenspiel abhängig.

Gruß Jochen
Autor: Arkady Datum/Zeit: Sonntag 10 Mai 2009, 17:41
Hmm... ich stelle jetzt mal keck in den Raum, dass Rollenspiele an sich grundsätzlich recht frei sind. Weder WotC noch sonst wer hetzt einem am privaten Spieltisch gleich die Regel-Stasi an den Hals, wenn man Regel zwecks besser Spielerlebnis ein wenig biegt...

DSA, uh, ich sag mal, es ist ein System, dass sich für Kleingeister anbietet, die gerne mal jemandem das Spiel versauen, der es mit Regeln nicht sklavisch genau nimmt. Denn (idiotische) Regeln zum drauf rumreiten und f****n hat DSA ab ca. Version 2 zu genüge geboten.

Wobei, WotC gibt sich da ja mit D&D nicht kampflos geschlagen...
Autor: Equinos Datum/Zeit: Montag 11 Mai 2009, 17:03
Was ist denn dieses WotC?

Naja, ich finde ja, ihr habt natürlich recht. Wie im Grundregelbuch II. Edition auch erwähnt, NIEMAND kommt nachts zur Spielrunde und schaut, ob auch wirklich jeder nach den Regeln spielt.

Auch wenn ich DSA noch nie gespielt habe, oder nur einmal, ja, da gibt's wirklich viel Blödes Zeug...ich meine, auch wenn ich mich jetzt wirklich nicht damit auskenne, 5 mal die Fertigkeit "Raufen" gesehen zu haben. Was soll das?
Außerdem, Regeln zum Raufen? Ich glaube...dass die spinnen...
Autor: Lochost Datum/Zeit: Montag 11 Mai 2009, 18:09
WotC = Wizards of the Coast
Herausgeber von D&D, Magic und diversen anderen Spielen.
http://www.wizards.com/
Autor: Arkady Datum/Zeit: Montag 11 Mai 2009, 21:00
Raufen im Gegensatz zu etwas gehobeneren waffenlosen Kampftechniken... das war sogar eine DSA-Regel, die ziemlich Sinn macht.

Dass dagegen ein erststufiger Charakter, der angeblich schwimmen kann, mit über 50 Prozent Wahrscheinlichkeit absäuft, wenn er zum Würfeln gezwungen wird...

Wie auch immer. Bei DSA sind mir einfach Spieler mit einer regelf****nden Geisteshaltung untergekommen, die ich sonst einfach nicht in der Extremform kenne. (Naja, mal von einem speziellen Spieler abgesehen... und ich geb zu, mit der Wiener Vampire-Szene hab ich mich aus Gründen des aber ich würde einen Malkavianer spielen gar nicht erst eingelassen.)
Autor: Equinos Datum/Zeit: Samstag 16 Mai 2009, 13:12

Zitat von: Arkady am Montag 11 Mai 2009, 21:00   

Dass dagegen ein erststufiger Charakter, der angeblich schwimmen kann, mit über 50 Prozent Wahrscheinlichkeit absäuft, wenn er zum Würfeln gezwungen wird...



Was soll denn das? Also jetzt habe ich von diesem  DSA  einen entschieden negativen Eindruck 

So, alles schön mit Köpfchen geschmückt 

Autor: Arkady Datum/Zeit: Samstag 23 Mai 2009, 10:05
Tja, das kommt raus, wenn man zwar drei Mal W20 wirft, um realistischere Fertigkeitsproben hinzubekommen als bei anderen Systemen (gute Idee!) - aber die Systemdesigner darauf vergessen, Attributs- und Talentwerte so hinzubiegen, dass auch die Ergebnisse realistischer werden (blöde Idee!).

Aber ganz im Vertrauen, Regelschwächen haben alle Systeme. Wie gesagt, das gröbere Problem bei DSA waren aus meiner Sicht die Spieler. Obwohl, dass dürfte regional bedingt sein - DSA ist einfach das Paradesystem im deutschen Sprachraum.
In den USA spielen Leute, die "roll-playing" statt "role-playing" betreiben, wohl D&D.
Autor: Equinos Datum/Zeit: Sonntag 24 Mai 2009, 18:21
Ach was, nicht jeder ist so. Außerdem kann man D&D ziemlich einfach halten. Ich kenne vielleicht nur AD&D, aber trotzdem, die Spiele sind verwandt und hätte AD&D nicht so einen blöden "Advanced-"-Namen, hieße es heute noch so wie AD&D.
Autor: Arkady Datum/Zeit: Samstag 18 Juli 2009, 17:32
Dass WotCs D&D mit AD&D verwandt ist, halt ich für ein Gerücht. Schon bei der 3E und vor allem bei der 4E. Die heißt doch nur noch D&D, weil WotC von Blizzard nie die Rechte auf WoW Offline kriegen würde...

Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben - aber mehr echte Verwandschaft zwischen den beiden Systemen als zu einem zufälligen anderen System gibt es letztendlich nicht.
Autor: Equinos Datum/Zeit: Donnerstag 23 Juli 2009, 12:40
Außerdem, warum sollten denn die in den USA unbedingt D&D spielen? Eine schöne Hintergrundwelt, und wie viel Rollenspiel der Spielleiter in seine Runde bringt, ist ganz alleine SEINE Sache.

Ich halte es außerdem nur für ein Gerücht, dass die Amerikaner so versessen auf Hacken und Schneiden sind.